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EEG-Umlage fällt für Stromkunden zum 1. Juli 2022 weg – alle Infos!

Die EEG-Umlage wurde im Jahr 2000 zur Förderung erneuer­barer Energien ein­geführt. Im „Gesetz zur Ab­sen­kung der Kosten­­belastung durch die EEG-Umlage“ hat die Bundes­­regierung nun beschlossen, diese vom 1. Juli 2022 bis 31. De­zem­ber 2022 auf 0,00 ct/kWh zu sen­ken. Sechs Monate früher als im Ko­a­li­ti­ons­­ver­trag geplant, werden Strom­­kunden damit bei den stark ge­stie­genen Energie­­kosten ent­las­tet. Ab 2023 ist dann vom Gesetz­­geber ein dauerhafter Entfall der EEG-Umlage geplant.

Das müssen Stromkunden dazu wissen:

Die Stadtwerke Castrop-Rauxel geben die Senkung automatisch und in voller Höhe an ihre Stromkunden weiter. Die Kunden selbst müssen nichts tun. Ab dem 1. Juli 2022 berechnen wir – entsprechend dem vollen Umlagenbetrag – 3,723 ct/kWh weniger für den verbrauchten Strom. Den Verbrauch grenzen wir rechnerisch zum genannten Datum ab.

Für neue Stromverträge ab dem 1. Juli 2022 ist die EEG-Umlage nicht mehr relevant. In den dann geltenden Preisen ist die EEG-Umlage nicht mehr enthalten. 

Steuern und Abgaben

Die Hintergründe der staatlich veranlassten Kostenbestandteile erläutern wir Ihnen hier:

Der KWK-G-Aufschlag dient der Förderung von Kraft-Wärme-Kopplungs (KWK)- Anlagen, die gleichzeitig Energie und Wärme erzeugen. Am 19. Juli 2012 ist das neue KWK-Gesetz in Kraft getreten. Der KWK-G-Aufschlag und die EEG-Umlage werden auf jede verbrauchte Kilowattstunde umgelegt.

Alle Windparks auf dem Meer werden als Offshore-Windparks bezeichnet. Durch die Offshore-Haftungsumlage werden Verbraucher an Zusatzkosten bei Netzanschlussproblemen von Windparks beteiligt. Die Offshore-Haftungsumlage wurde in 2013 erstmalig erhoben. Nach § 17 f Abs. 7 EnWG 2012 sind Übertragungsnetzbetreiber verpflichtet, die für den Belastungsausgleich erforderlichen Aufschläge auf die Netzentgelte (Offshore-Haftungsumlage) im Internet zu veröffentlichen.

Durch das Energiewirtschaftsgesetz und die Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV) wurde im Jahr 2011 vom Gesetzgeber eine zusätzliche Entlastung stromintensiver Betriebe beschlossen. Diese können eine vollständige Befreiung von den Netzentgelten bei der Bundesnetzagentur beantragen. Um diese Entlastung auszugleichen wird seit dem 01.01.2012 eine zusätzliche Umlage, die sogenannte StromNEV Umlage (Sonderkunden-Umlage) von allen Stromkunden erhoben.

Diese Umlage wurde erstmalig zum 1. Januar 2014 erhoben. Als abschaltbare Lasten gelten eine oder mehrere Anlagen zum Verbrauch elektrischer Energie. Die Anbieter von sogenannten Abschaltleistungen erhalten für deren Bereitstellung sowie für jeden Abruf eine Vergütung.

Die Konzessionsabgabe ist eine Gebühr, die an Kommunen gezahlt wird, um Straßen und Wege für den Betrieb von Stromleitungen nutzen zu dürfen. Die Höhe der Konzessionsabgaben ist abhängig von der Einwohnerzahl der Kommune und entsprechend gestaffelt.

Die Stromsteuer ist eine Verbrauchssteuer und gilt seit April 1999. Sie ist eine indirekte Steuer und wird über den Strompreis an den Endverbraucher weitergegeben. Circa 90 Prozent dieser Steuer fließen in die Rentenkasse.

Der Transport und die Verteilung von Energie zum Endverbraucher ist Aufgabe der Netzbetreiber. Diese erhalten dafür die sogenannten Netznutzungsentgelte, die durch die Bundesnetzagentur geprüft werden und von allen Netznutzern zu zahlen sind. Die jeweils gültigen Netznutzungsentgelte des für Sie zuständigen Netzbetreibers finden Sie auf dessen Internetseite. Ihren Netzbetreiber teilen wir Ihnen erstmalig in der Vertragsbestätigung und danach in den Jahresverbrauchsabrechnungen mit.

Links

Weitere Informationen erhalten Sie unter Netztransparenz – Informationsplattform der deutschen Übertragungsnetzbetreiber.

Website Netztransparenz